Rubine sind dunkelrote bis blassrosa Edelsteine aus der Familie der Korunde. Sind dieselben Edelsteine blau, grün oder gar andersfarbig, dann sind es Saphire. Der Farbton kommt von Verunreinigungen mit Chrom; außer in der Antarktis können Rubine überall vorkommen. Die wertvollsten Rubine kommen allerdings aus Fernost, aus Thailand, Indien oder Sri Lanka.
Der rote Edelstein ist schon seit mehreren tausend Jahren bekannt und wird zur Schmuckherstellung verwendet. In Indien wurden Rubine als Talismane benutzt, aber auch die Griechen, Römer und Ägypter kannten den Stein. Heutzutage werden Rubine mit einem Facetten oder Cabochon Schliff versehen. Dabei sind die Erfahrung und das Können des Edelsteinschleifers gefragt; er muss vor dem Schliff erkennen, welche Struktur sich in dem rohen Stein verbirgt. Die begehrtesten Steine haben eine tiefrote Färbung, sind sie von einem eher schwachen Rotton geprägt, dann werden sie zu den weniger wertvollen Steinen gezählt. Allerdings kann ein solcher Stein durch Erhitzen auf mehrere Hundert Grad Celsius zu einem kräftigeren Farbton angeregt werden. Die färbenden Einschlüsse oxidieren dadurch und je nach Dauer und Grad kann die Farbe wesentlich verändert werden. Das Brennen von Edelsteinen ist eine legale Form der Farb- und Wertsteigerung, kann nicht nachgewiesen werden und muss auch nicht explizit angegeben werden. Der größte bisher gefundene Rubin wiegt ganze 1734 Karat, das sind 346, 80 Gramm. Er wurde 1993 in Myanmar gefunden und bis heute ist er ungeschliffen geblieben.
Künstliche Rubine werden seit 1835 hergestellt und überwiegend in Rubinlasern eingesetzt. Auch benutzen hochwertige Uhrwerke oftmals einen synthetischen Rubin als Lagerstein, die Spitzen von Koordinationsmessgeräten haben einen Rubinkopf und auch Nadelträger bei ausnehmend hochwertigen Tonabnehmern bestehen aus Rubinen. Durch die schöne, geheimnisvolle Rotfärbung hielten Rubine auch Einzug in die Esoterik, sie galten im Mittelalter als Liebesstein oder auch Lebensstein. Wer einen dunkelroten Rubin besaß, dem verlieh der Stein Macht und Einfluss. Sie waren zu Pestzeiten als Schutzstein gegen die Krankheit sehr begehrt, natürlich konnten sich nur reiche Adlige und Würdenträger einen solchen “Schutz” leisten, der Handwerker aus dem Volk war kaum in der Lage, sich auf rechtliche Weise einen solchen Stein zu beschaffen.
Rubine sind als Schmuckstein schon seit mehreren tausend Jahren bekannt. In der Neuzeit finden künstliche Steine auch in der Industrie Verwendung, Rubine sind recht hart und widerstandsfähig.