Gold ist eines der bedeutendsten Edelmetalle zur Schmuckherstellung. Sein Preis fällt und steigt mit der Börse, wie alle Metallpreise. Es wird zwischen Gelbgold, Weißgold und Rotgold unterschieden. Da Gold alleine zu weich zur Verarbeitung ist, wird es mit anderen Metallen legiert: Kupfer oder Silber.
Feingold wird als 999er Gold bezeichnet, durch die Legierung, die Beimischung von anderen metallen, erreicht es einen verarbeitungsfähigen Härtegrad. Bei einem Schmuckstück aus Gelbgold überwiegt der Goldanteil, bei Weißgold wird mehr Silber beigemengt und Rotgold hat einen entsprechen hohen Kupferanteil. Werden Schmuckstücke in der Scheideanstalt eingeschmolzen, dann werden in einem aufwendigen Verfahren die einzelnen Metalle getrennt: sie werden geschieden. Reines Gold verfärbt sich auch nach vielen Jahren nicht, es ist säure- und sauerstoffbeständig. Es kann bis zur einer hauchdünnen Folie von 1/12.000 mm Dicke ausgewalzt werden, in dieser Art kann aus einem Gramm Feingold eine Folie von 8 m² hergestellt werden. Schon in der Antike war diese Form der Goldbearbeitung bekannt, Schmuckstücke aus dieser Zeit haben die Jahre völlig unbeschadet überstanden.
Je nach Anteil der Fremdmetalle wird von 333er Gold, 585er Gold oder 750er Gold gesprochen. Die Ziffer gibt jeweils den Goldanteil in 1000 Gramm an, der Rest ist Fremdlegierung aus Silber oder Kupfer. Aus Gold wurden und werden auch Münzen und Barren gefertigt, diese können als Zahlungsmittel benutzt oder als Wertanlage eingelagert werden. Historisch gesehen sind die Länder soviel wert wie ihre Goldreserven, diese Währungsdeckung wurde nach den zweiten Weltkrieg aufgehoben und auch nicht wieder eingeführt. Der Goldkurs der Börse ist aber nach wie vor ein wichtiger Indikator in Krisen- oder Inflationszeiten.
Nach wie vor wird Gold gefördert, die weltweit größte und ergiebigste Lagerstätte liegt in Südafrika. Das Goldfeld von Witwatersrand fördert das Edelmetall aus 4.000 Metern Tiefe und hat bis heute etwa 80% ihres Schatzes freigegeben: über 40.000 Tonnen. Gold kommt in zahlreichen Lagerstätten vor, so dass ein Abbau meist auch zur Gewinnung anderer Metalle führt, etwa Arsen oder Silber. Als bedeutendste deutsche Lagerstätte gilt Rammelsberg im harz, dort werden Erze mit einem Goldgehalt von 1 g/t gefördert. Gold kann auch im Meer gefunden werden, hier ist es meistens mit Blei, Kupfer oder Zink verbunden. Auch in den meisten Flüssen kann Gold gefunden werden, allerdings ist die Menge sehr gering und es ist in Form sehr dünner Blättchen an unterschiedlichen Gesteinen angelagert.